Arbeitserleichterung mit dem PALFINGER PC 3800 im Salzbergwerk Berchtesgaden

Arbeitsbeginn für die Bergarbeiter im Berchtesgadener Salzbergwerk: vor Schichtanfang müssen sich die Kumpel erst mit ihrer Arbeitskleidung und Schutzausrüstung ausstatten. Dazu gehören ein Helm mit Stirnlampe, ein Filterselbstretter (Atemschutzmaske) und ein Gasmessgerät. Wie es Tradition ist, wird vor dem Abstieg in den Stollen noch gebetet. Das soll für den nötigen Schutz von oben sorgen, so die Bergarbeiter. Denn der Job unter Tage ist nicht ungefährlich.

1.500 Meter in den Berg hinein

Den Weg zum Arbeitsplatz im Berg müssen die meisten Kumpel zu Fuß zurücklegen, dabei werden knapp 1.500 Meter auf den Gleisen der Bergwerksbahn zurückgelegt und mit einem alten Aufzug rund 60 Meter in die Tiefe gefahren. In dem 500 Jahre alten Bergwerk ist es sehr ruhig, kühl und es herrscht, dank eines Belüftungssystems, immer frische Bergluft. Am neuen Bohrspülwerk BW98 sind zwei Schlosser damit beschäftigt, einen neuen Auffangbehälter für das Ausspülmaterial zusammenzubauen. Und hier kommt erstmals der neu angeschaffte Ladekran PC 3800 Compact, der auf eine Elektrolok montiert wurde, zum Einsatz.

Der neue Ladekran PC 3800 Compact von Palfinger erstmals im Bergwerk im Einsatz.

Bis vor kurzem wurden alle Hubarbeiten im Bergwerk noch mit einem sogenannten „Luft-Hebezeug“ erledigt. Dafür gab es im ganzen Bergwerk 45 Deckenschienen, an denen dieses Hebegerät montiert werden konnte, um schwere Lasten unter Tage zu verheben. Jedoch war man damit sehr unflexibel, denn ein Heben von Material war nur im Bereich dieser Deckenschienen möglich, und man konnte nur ein paar Meter nach vorne oder hinten arbeiten, seitliche Bewegungen waren nicht möglich. Der neue PC 3800 Compact, mit einer maximalen Reichweite von 7,1 Metern und einem Hubmoment von 3,7 mt, ist der ideale „Handlingmeister“ unter Tage. Die standardmäßige KTL-Beschichtung und die innenliegenden Öldurchführungen gewährleisten perfekten Schutz vor Beschädigungen und den Witterungsbedingungen im Bergwerk. Zusätzlich wurde auf dem Kranarm ein Prellblech montiert, um den Kran vor herabfallenden Steinen zu schützen. Die Anschaffung der Kran-Lok war längst überfällig und soll die schwere Arbeit im Berg erleichtern. Sie kann schnell im ganzen Bergwerk auf dem rund 15.000 Meter langem Schienennetz verlegt werden und ist somit sehr flexibel. Schalungen heben, Rohre verlegen, das Schienensystem ausbauen und instand halten sowie neue Bohrspülwerke errichten, das sind die Einsatzgebiete für den neuen Ladekran. Mit der großen 80 Volt Batterie der E-Lok kann der Kran unabhängig vom Stromnetz überall und über ein Stromkabel stationär betrieben werden. Die Entscheidung, sich einen Ladekran aus dem Hause PALFINGER anzuschaffen, hat für Richard Springl, Fachbereichsleiter Grubenbetrieb bei der Südwestdeutsche Salzwerke AG, ganz einfache Gründe: „Auf Grund der Qualität und der örtlichen Nähe zu PALFINGER in Ainring, kam für uns kein anderer Kranhersteller in Frage – vor allem in Punkto Service ein riesen Pluspunkt.“